Informationen zum Modulsystem

Durch ein flexibles und individuelles Modulsystem ist es möglich, Ihr Studium bei uns – je nach zeitlichen Möglichkeiten und Stundenplan – so zu gestalten, dass es gut zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Sie möchten ein Semester lang nur wenige Fächer belegen, weil Beruf oder Privatleben Sie gerade fordern? Kein Problem! Sie sind besonders motiviert und wollen noch schneller zur erfolgreichen Reifeprüfung gelangen? Auch das ist bei uns möglich.

Das Modulsystem kann man sich vorstellen wie einen Baukasten mit verschiedenen Bausteinen. Jedes Fach besteht aus mehreren Modulen, die jeweils ein Semester lang dauern und jedes Semester angeboten werden. Hat man alle Module eines Faches positiv abgeschlossen, gilt das Fach als absolviert. Nun kann man sich entscheiden, ob man in diesem Fach sofort vorgezogen maturieren möchte oder erst, wenn man alle Unterrichtsfächer im gewählten Schulzweig erfolgreich abgeschlossen hat.

Grundsätzlich entscheiden Sie selbst, welche Module Sie im jeweiligen Semester belegen möchten. Dies geschieht am Anfang des Semesters über das Verwaltungsprogramm Sokrates und ist mit Beginn der 3. Semesterwoche verbindlich. Hier bestimmen Sie auch selbst die Geschwindigkeit Ihres Studiums am Abendgymnasium: Ob Sie in der vorgesehenen Reihenfolge, wie auf den Stundentafeln beschrieben, die Fächer belegen, ob Sie auf die Überholspur wechseln und schneller zur Reifeprüfung gelangen, oder ob Sie sich etwas mehr Zeit lassen.

Bei der Modulbelegung sind allerdings ein paar Regeln zu beachten. Das folgende Beispiel verdeutlicht diese Regeln:

Sie sehen 5 der 14 verbindlichen Unterrichtsfächer des Abendstudiums im Wirtschaftskundlichen Zweig.  Oberhalb jeder Fachbezeichnung sehen Sie die vom ersten bis zum letzten Semester vorgeschriebenen Module. Grün dargestellt sind die Module, die in diesem Beispiel bereits in vorangegangenen Semestern erfolgreich absolviert wurden, rot diejenigen, die noch nicht positiv abgeschlossen sind. Aufgrund dieser Ausgangslage sind die blau markierten Module buchbar, die grauen nicht. Dabei gelten die folgenden Regeln:

  • Die Module der einzelnen Fächer bauen aufeinander auf. Deshalb können Sie ein Modul erst belegen, wenn Sie das vorvorige Modul positiv abgeschlossen haben. So kann beispielsweise das D7-Modul erst gebucht werden, wenn das D5-Modul absolviert wurde. Daran ändert auch ein positives D6-Modul nichts. Das E6-Modul kann jedoch im oben abgebildeten Beispiel gebucht werden, da das vorvorige Modul, das E4-Modul, positiv abgeschlossen ist.
  • Ebenfalls ist es möglich, zwei aufeinanderfolgende Module eines Faches in einem Semester zu buchen. Möchten Sie ein Fach schneller abschließen, können Sie sich – wie oben sichtbar – beispielsweise in das L2- und L3-Modul einschreiben, insofern das L1-Modul bereits positiv beurteilt wurde und es der Stundenplan zulässt. Ausgenommen hiervon sind die 7. und 8. Module eines jeden Faches. Diese können Sie nicht gleichzeitig besuchen. Sichtbar wird dies in unserem Beispiel am buchbaren M7-, aber nicht buchbaren M8-Modul.
  • Die Fächer, die aus lediglich zwei Modulen bestehen – oben sichtbar am Fach Physik – können gleichzeitig und in beliebiger Reihenfolge belegt werden. Allerdings bauen auch diese Fächer aufeinander auf und sollten in der vorgesehenen Reihenfolge belegt werden. Geschieht dies nicht, ist eine vorgezogene Reifeprüfung nicht möglich.

Sollten Sie einmal ein Modul nicht beim ersten Versuch schaffen, so können Sie dieses Modul zu einem späteren Zeitpunkt nochmals besuchen oder durch eine Prüfung, Kolloquium genannt, ausbessern. Ein nicht positiv absolviertes Modul eines bestimmten Faches hat auf andere Module und andere Fächer keine Auswirkung: „Sitzenbleiben“ gibt es bei uns nicht.